Ruderriege Ahoi!

RV Birkenwerder meets KCfW

Vom 08.05. bis 12.05., also über das Himmelfahrtswochenende, kommen Ruderkameraden aus Birkenwerder (nach aktuellem Stand sechs) nach Köln, um auf dem Rhein zu rudern. Der RV Birkenwerder ist mein Heimatverein und liegt etwas nördlich von Berlin. Es sind alles erfahrene Ruderer, denen ich mal unser Ruderrevier vom KCfW zeigen möchte. Es soll eine Gemeinschaftsfahrt werden, daher würde ich mich über eine rege Beteiligung aus dem KCfW sehr freuen.

Natürlich ist es auch möglich, nur an einem Tag mitzufahren, wenn es nicht zu unausgewogen ist.

Bitte folgt diesem Link: Ausschreibung RV Birkenwerden meets KCfW
Bei weiteren Fragen könnt ihr euch jederzeit bei mir melden felix.mourier@live.de.

Ich freue mich auf Euch und bis dahin!
Felix


🌼 Pfingst-Tour

Hier findet ihr das Meldeblatt für die die Pfingst-Tour. Details entnehmt ihr bitte dem Dokument Meldeblatt Pfingstour

So, das war’s für heute! Ab jetzt könnt ihr eure Gehirnmuskeln wieder entspannen – bis zur nächsten Rundmail!


53. Rheinmarathon

am 5. Oktober 2024 über 42,8 km auf dem Rhein von Leverkusen nach Düsseldorf

Die Ausschreibung 2024 ist online. Ausschreibung 2024

Es sind 30 interessante Rennen ausgeschrieben worden. Jeder findet für sich und sein Team das passend Rennen.

Das Meldeportal wird am 15. Juli freigeschaltet.


DRV-Fortbildung Rheinsteuerleute

Christoph Ehrle und Jens Noelle führen in 2024 wieder den Lehrgang für Rheinsteuerleute durch.

Ort: Kölner Club für Wassersport (www.kcfw.de), Oberländer Ufer, 50968 Köln
Termin: 08. und 09. Juni 2024 sowie 15. und 16. Juni 2024, jeweils ab 9.00 Uhr
TN-Beitrag: 175,00 € inkl. Verpflegung, ohne Übernachtung, 120,00 € für Jugendliche U19
Übernachtung: ggf. bitte selbst Übernachtung buchen
TN-Anzahl: max. 12 TN
Informationen: Christoph Ehrle, E-Mail christoph.ehrle@koeln.de
Lehrgangsleitung: Christoph Ehrle und Jens Noelle

Zur Anmeldung bitte den Weblink verfolgen
https://www.rudern.de/termine/2024/drv-fortbildung-rheinsteuerleute


Und hier findet Ihr die Themen aus unserer letzten Rundmail:

🦺 Sicherheit auf dem Rhein
Mitte November gab es eine Havarie auf dem Rhein Höhe Leverkusen. Ein fußgesteuerter Dreier eines Kölner Vereines hat eine Schubeinheit übersehen, es kam zu einem Zusammenstoß. Alle Ruderer konnten gerettet werden. Wir bitten alle besonders im Winter und bei verändertem Pegelstand, die Rettungswesten zu tragen – Sicherheit geht vor.

😔 Rudertermin Samstag – Obleute gesucht
Wir möchten an dem Samstagtermin festhalten, dieser soll vorerst um 14:00 Uhr bestehen bleiben. Für das Angebot suchen wir allerdings dringend Obleute, die die Termine abwechselnd begleiten können. Bitte tragt Euch in die Doodle-Liste ein.
https://dud-poll.inf.tu-dresden.de/ObleuteSamstags

🛠️ Werkstatt-Termine
Eure helfenden Hände sind gefragt! Meldet euch bitte hier an, um uns an Dienstagabenden in der Werkstatt zu unterstützen. Stefan arbeitet mit ein paar fleißigen Helfern bereits an der Aufbereitung unserer Boote – jede zusätzliche Unterstützung ist herzlich willkommen!
Zur optimalen Einteilung der Arbeiten meldet Euch bitte über diese Doodle-Liste an
https://dud-poll.inf.tu-dresden.de/Boots-Werkstatt/

🚣🏻‍♀️ Erweiterung Bootsbestand
Wir hatten eine spontane Gelegenheit, unseren Bootsbestand zu erweitern! Schon länger haben wir Ausschau nach einem E-2er gehalten, den wir insbesondere für Wanderfahrten anbieten möchten. Jetzt sind wir fündig geworden. Dank der finanziellen Förderung vom Sportamt wird unsere Kasse kaum belastet. Aktuell wird das Boot für euch aufbereitet.

❤️‍🔥 Mitgliedersoftware – Hot News!
Wir freuen uns, euch von der Einführung unserer neuen Mitgliedersoftware „Kurabu“ zu berichten. Ab dem kommenden Jahr werden wir eine Software nutzen, die die interne Kommunikation fördert und uns bei der effizienten Organisation unserer Vereinsaktivitäten unterstützt.

Mit Kurabu könnt ihr euch künftig relevanten Teams zuordnen und dort untereinander austauschen – sei es zu Regelterminen, Wanderfahrten, Regatten, Veranstaltungen oder anderen Themen. Die Teamleiter können euch zudem kurzfristig mit wichtigen Infos zu anstehenden Terminen versorgen.

In den kommenden Wochen bereiten wir die Software für den Livebetrieb vor. Zuerst werden wir die Mitgliederverwaltung umstellen, um Mitgliedsdaten und Beiträge zu verwalten. Dieser Prozess wird im Hintergrund laufen und ist für Dezember geplant.

Im zweiten Schritt werden wir die Mitgliederkommunikation angehen. Wir laden zunächst einen ausgewählten Teil von Mitgliedern ein, sich zu registrieren und die Software gemeinsam mit uns zu testen. Nach einer Optimierungsphase werden wir dann alle Mitglieder einladen.

Wer jetzt schon neugierig ist, kann sich auf YouTube bereits vertraut machen mit den Funktionen der Software: https://www.youtube.com/channel/UCRCwtT47oqphLPd-NmfBPiA

🇵🇱 Wanderruderfahrt Polen

Im Anhang findet ihr die Fahrtprogramme unterschiedlicher Wanderruderfahrten für 2024. Alle Infos entnehmt ihr dem angehängten Dokument.

An dieser Stelle möchten wir auch gerne den Link zum Deutschen Ruderverband erinnern: hier findet ihr weitere interessante Angebote für Wanderfahrten: https://www.rudern.de/wanderfahrten


Boots-Werkstatt

Ab dem 31. Oktober immer dienstags treffen wir uns ab 19.00 Uhr um unter Anleitung unseres Bootswarts Stefan Kroh Reparaturen und Verschönerungen an Booten und Bootshaus durchzuführen.
Zur optimalen Einteilung der Arbeiten meldet Euch bitte über diese Doodle-Liste an
https://dud-poll.inf.tu-dresden.de/Boots-Werkstatt/


🏆 Erfolgreiche Regatten

Wir können mit Freude sportliche Erfolge vermelden:

  • SCHNELLSTE WANDERRUDERFAHRT, 32 KM von Dresden nach Meißen
    o Team: Felix Mourier, Danilo Mach, Katharina Oymans, Maximilian Kroh, Stf. Johanna Brandt.
  • 51e BCGE TOUR DU LÉMAN À L’AVIRON, 140 KM
    o Den Gesamtsieg holte die Rudergemeinschaft rund um Michael Ehrle mit den Ruderern Christian Maus, Henning Osthoff, Markus Müller, Matthias Auer (Bonner RV / Kölner Club für Wassersport / RTK Germania Köln / GTRV Neuwied / Stuttgart-Cannstatter RC)
    o Sieger der Kategorie Mixed Teams war das Team Leon Lauer, Jannika Moye (F), Stefan Verhoeven, Lucia Exner (F) und Hendrik Nagel (Kölner Club für Wassersport / Mühlheimer Wasserspoart e.V. / Wasserfreunde Hemmoor e.V. / Clever RC.)

Gratulation an unsere Ruderteams!


🎽 Sammelbestellung für Vereinstrikots

Kathi plant im November eine Sammelbestellung für Vereinstrikots durchzuführen. E-Mail-Kontakt siehe Rundmail.


🎶 RTK Germania Konzertreihe Musik im Klub

Der RTK veranstaltet die kostenlose Konzertreiche » Musik im Klub « lädt Sie und euch herzlich zu diesem Konzert-Highlight unter dem Motto » Musik der Welt der Bühne « ein. Der nächste Termin findet am Sonntag, den 22. Oktober um 11.00 Uhr im Klubhaus des RTK Germania statt, Alfred-Schütte-Allee 163 in Köln-Poll.

Weitere Infos findet ihr auf der Website oder erhaltet ihr direkt über den RTK-Kontakt.
Homepage: www.rtk-germania.de, Kontakt: RTK-Germania-Musik@t-online.de


👀 Eine Sache, die wir nicht gemacht haben…

… und die wir trotzdem mit euch teilen möchten: Während um uns herum die Preise steigen, haben wir bei unserem Getränkekasse einmal Kassensturz gemacht, da wir Sorge hatten nicht mehr kostendeckend die Getränke anbieten zu können. Die schöne Erkenntnis: wir kommen immer noch bei +/- 0€ raus und müssen die Preise daher vorerst nicht erhöhen. Ein Prosit hierauf!

Und dank Moni können wir euch jetzt wieder Snacks anbieten. Ihr findet süße & salzige Snacks aktuell in der Küche.

Bis zum nächsten Newsletter – haltet die Augen auf und die Laune hoch!

Sportliche Grüße von Eurem KCfW-Vorstand.


Förderprogramm „REACT-EU“

Der Kölner Club für Wassersport e.V. hat Mittel aus dem Förderprogramm „REACT-EU“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten. Dieses Projekt wird als Teil der Reaktion der Europäischen Union auf die COVID-19-Pandemie gefördert.
Der Verein hat aus den Fördermitteln 2.600,00€ zur Beschaffung und Modernisierung seiner IT-Infrastruktur erhalten und entsprechend eingesetzt.

Wir bedanken uns für die Unterstützung

Der Vorstand des Kölner Club für Wassersport e.V.


💪   Aufruf Helfer für Lackierarbeiten im Bootshaus gesucht. 2-3 Stunden-Aktion.

Unser Bootshauswart Max Hillenberg sucht Helfer für Lackierarbeiten im Bootshaus. Die Aktion wird ca. 2-3 Stunden dauern. Wer Karma-Punkte sammeln möchte, möge sich bitte bei vorstand@kcfw.de melden oder direkt bei Max bootshauswart@kcfw.onmicrosoft.com. Mit den Helfern werden die Termine dann direkt vereinbart.

💸   Sportvereinsschecks für Neueinsteiger

Wir haben ganz frisch eine Förderzusage für Sportvereinsschecks erhalten. Hierüber haben Neueinsteiger die Möglichkeit sich einen „Scheck“ im Wert von 40€ für den Mitgliedsbeitrag zu sichern. 12 Neumitglieder konnten das bereits erfolgreich einlösen.

👕   Vereinstrikots

Trikots und Westen mit unserem Vereinslogo könnt ihr beim Online-Shop von New Wave finden und selbständig bestellen. https://newwave.de/de/379-kcfw

Die Funktionsshirts sind hochwertig und für den Rudersport optimiert, preislich liegen die Trikots bei knapp 50 EUR, die Westen bei 92 EUR.

Daher hat Christian Hillenberg eine günstigere Baumwolle-T-Shirt-Alternative mit dem gleichen Motiv für 20 EUR pro Shirt bei einem Vereinslieferanten angefragt. Interessenten für eine Sammelbestellung müssen sich unter Angabe der T-Shirt Größe bei christian.hillenberg@koeln.de melden.

🛶  Ruderwanderfahrten (Berichte und offene Plätze)

Habt ihr schon die neusten Einträge zu den Wanderfahrten entdeckt? Schaut doch mal auf der Website vorbei – wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Das wars für den Moment.

Sportliche Grüße von Eurem KCfW-Vorstand.


Ausschreibung: RV Birkenwerder meets KCfW

von Donnerstag, den 9. Mai bis Samstag, den 11. Mai 2024

Vom 08.05. bis 12.05., also über das Himmelfahrtswochenende, kommen Ruderkameraden aus Birkenwerder (nach aktuellem Stand sechs) nach Köln, um auf dem Rhein zu rudern. Der RV Birkenwerder ist mein Heimatverein und liegt etwas nördlich von Berlin. Es sind alles erfahrene Ruderer, denen ich mal unser Ruderrevier vom KCfW zeigen möchte. Es soll eine Gemeinschaftsfahrt werden, daher würde ich mich über eine rege Beteiligung aus dem KCfW sehr freuen.

Natürlich ist es auch möglich, nur an einem Tag mitzufahren, wenn es nicht zu unausgewogen ist.

Ansprechpartner ist Felix Mourier und die Ausschreibung mit den Meldeblättern findet Ihr hier. Ausschreibung RV Birkenwerden meets KCfW

Ausschreibung: Wanderfahrt Bodensee 2024

von Samstag, den 10. August bis Sonntag, den 18. August 2024

ges. Strecke ca. 160 km, bei 12 Teilnehmern und Landdienstumlage für jeden rund 133 km. Die An- und Rückreise erfolgt mit Begleitbus und PKW. Auf der ges. Strecke wird mit Begleitfahrzeug gefahren.

Fahrtenleitung : Kurt Noack

Die vollständige Ausschreibung findet Ihr hier: Ausschreibung Bodensee

Ausschreibung: Akkrum Wanderfahrt 2024

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Vom 30.05. – 02.06.2024 besteht wieder die Möglichkeit, an der traditionellen Akkrum-Wanderfahrt teilzunehmen und auf den schönen Gewässern von Holland zu rudern.
Übernachtet wird in Zelten im Yachthafen von Akkrum (NL). Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Fahrtenleitung: Rolf Vomrath

Meldeschluss (für alle außer den Teilnehmern des Ruderkurses 2024):
Di, 30.04.2024

Meldeschluss für die Teilnehmer des Ruderkurses 2024:
Mo, 13.05.2024

Die komplette Ausschreibung gibt es hier: Ausschreibung Akkrum2024

Die schnellste Wanderruderfahrt der Welt

Seit sieben Jahren veranstaltet der Meißner Ruderclub „Neptun“ 1882 e.V. Anfang
September eine Elb-Regatta für Breitensportler im C-Gig-Doppelvierer mit Steuermann.
Anscheinend durfte dieser Wettbewerb nicht „Regatta“ genannt werden, weil die
Strecke zu kurz, daher die liebevolle Bezeichnung als „schnellste Wanderruderfahrt“.
Die Streckenlänge beträgt 32 km und führt flussabwärts auf der Elbe von Dresden-
Blasewitz (km 49) nach Meißen (km 81).

Da Felix schon des Öfteren mit seinem Ruderverein aus Birkenwerder an der
schnellsten Wanderruderfahrt teilgenommen hat, dachten sich auch Kathi und Max in
diesem Jahr Da simma dabei und die Rudergemeinschaft „Kölle-Birke“ mit Danilo und
Steuerfrau Johanna vom R.V. Birkenwerder wurde schnell geformt. Da der Berliner
Ruderverein noch mit einem weiteren Boot antrat, war die Frage des Bootstransfers
schnell geklärt und der Verein stellte uns netterweise eines seiner grünen
Schellenbacher-Boote für die Regatta zur Verfügung.

Ankunft beim Meißner Ruderclub „Neptun“ von 1882

Am Freitag, den 1. September ging es nach Feierabend für Kathi, Felix und Max mit
dem Auto in Richtung Meißen. Ziel: Das über 100 Jahre alte Bootshaus des Meißner
RC „Neptun“ 1882 e.V. Bewaffnet mit Tupperdosen voller Nudeln, Getränken und
Schlafsäcken ging es einmal quer durch Deutschland. 569 km, 4 durchquerte Bundesländer, ca. 6h Fahrt und 2 Erinnerungsfotos später erreichten wir spätabends das Bootshaus des Meißner Ruderclubs „Neptun“ 1882 e.V. Herzlich wurden wir vom R.V. Birkenwerder empfangen und bezogen den Kraftraum des Ruderclubs, welchen wir als Nachtquartier nutzen durften. Nach einem leckeren Snack und einem mehr oder weniger verständlichen Dialektaustausch mit der Mannschaft des Meißner Ruderclubs ging es auch schon ab in die Schlafsäcke.

Bereits um 06:00 Uhr morgens klingelte am Samstagmorgen der Wecker und auf
knarrendem Holzboden zwischen Turnmatten und Rudergeräten schmissen wir uns in
unsere Ruderkluft. Mit Blick auf dichten Nebel gab es noch ein gemeinsames, stärkendes Frühstück und anschließend ging es in Fahrgemeinschaften durch den sich langsam auflösenden Nebel der Elbe stromaufwärts folgend bis ins knapp 30 km entfernte Dresden-Blasewitz (km 49) zum Dresdener Ruderverein. Dessen Steg an der malerischen und träge dahinfließenden Elbe war der Start der schnellsten Wanderruderfahrt und somit der
Treffpunkt für die sechs teilnehmenden Boote aus Berlin, Dresden, Leipzig, Pirna,
Meißen und Köln. Zunächst gab es noch eine Steuerleute-Einweisung und die
Auslosung der Startnummern. Anschließend ging es für alle Boote auf das ruhige Wasser der Elbe. Für uns als Rudergemeinschaft „Kölle-Birke“ ging es mit der
Startnummer 1 direkt um 8:30 Uhr als erstes Boot los.

Wimpelparade beim Dresdner Ruderverein
Gute Stimmung vor dem Start
Fertigmeldung über Eins…

Das Ziel der schnellsten Wanderruderfahrt durch das malerische Elbtal war der am km
81 gelegene Meißner Ruderclub „Neptun“ 1882 e.V.. Die 32 km Strecke führte kurz
nach dem Start unter dem „blaues Wunder“ hindurch, vorbei an beeindruckenden
Schlössern durch das Zentrum von Dresden. Gefolgt von vielen Bootsanlegern mit
unzähligen Raddampfern erreichten wir hinter der Augustusbrücke schon Dresdens
Berühmtheiten, die Semperoper nebst dem Dresdener Zwinger. Viel Gelegenheit für Sightseeing bat sich uns allerdings nicht, denn wir hatten nur ein Ziel: Die „Verfolger“ auf Abstand halten und die 32 km bis nach Meißen in einer respektablen Zeit absolvieren. Somit ließen wir das Elbtal rechts und links liegen und ruderten in einem stabilen Tempo flussabwärts in Richtung Meißen. Nach einer abwechselnden Trinkpause mit gemeinschaftlicher Wasserteilung (Ach, ich habe gar kein Wasser mitgenommen) und einem kräftezerrenden Endspurt wurden wir mit einer Zeit von 1:51:30 h als erstes Boot um kurz vor halb 11:00 Uhr durch den Glockenschlag in Meißen begrüßt. Erleichtert, aber auch erledigt.

Bestens organisiert wurde unser Boot vom Meißner Ruderclub „Neptun“ 1882 e.V. aus
dem Wasser geholt und wir konnten die Zieleinfahrt der anderen Mannschaften
beobachten. Schon jetzt war klar: Das würde eine knappe Kiste werden. Die
Auswertung der Zeiten ließ nicht lange auf sich warten. Auch wenn Kathi und Max den
Altersdurchschnitt der Mannschaft angehoben hatten, blieb uns als jüngste und einzige
Mannschaft der Zeitbonus verwehrt und der Dresdener R.V. (Zeitabzug -2:10 min)
überholte uns noch, sodass wir mit unserer anerkennenswerten Zeit auf dem vierten
Platz landeten. Mit einer Zeit von 1:48:08 (-2:35 min) durfte sich der Meißner Ruderclub
über den Wanderpokal aus echtem Meißner Porzellan freuen. Auch wir erhielten bei der Siegerehrung eine künstlerisch gestaltete Medaille aus dem
weltbekannten Meißner Porzellan.

RG „Kölle-Birke“ bei der Siegerehrung
Die kunstvoll gestaltete Teilnehmermedaille…
…besteht aus echtem Meißner Porzellan
Ein Raddampfer kreuzt am Meißner Ruderverein vorbei

Nachdem wir alle geduscht und die Autos wieder aus Dresden zurückgeführt hatten,
nutzen die einen noch die Zeit für ein wenig Sightseeing in Meißen, während die
anderen mit dem ein oder anderen Kaltgetränk in der Hand die 14. Neptun-Freunde-
Regatta verfolgten. Die Neptun-Freunde-Regatta ist, verbunden mit einem Meißner
Volksfest, eine Veranstaltung, bei der verschiedene Firmen aus der Umgebung
Mannschaften stellen und in mehreren Läufen auf einer Kurzstrecke gegeneinander
rudern.

Anschließend traten wir mit einem kurzen Zwischenstopp in unserer Hauptstadt Berlin
die Heimreise nach Köln an, fest mit dem Vorhaben: Nächstes Jahr nimmt die
Rudergemeinschaft „Kölle-Birke“ den Wanderpokal mit nach Köln/Berlin.

Ein Bericht von Katharina (Kathi) Oymans.

Akkrum 2023 – Traditionelle Sommerwanderfahrt im niederländischen Friesland

Am Fronleichnams-Wochenende vom 8. bis zum 11. Juni 2023 war es endlich wieder so weit: Die jährliche Akkrum-Wanderfahrt zum Abschluss des Ruderkurses im niederländischen Friesland stand an. Bereits am Mittwochabend um 18:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Bootshaus in Marienburg, um die insgesamt neun Boote abzuriggern und auf die Hänger zu verladen. Kühlschränke, Töpfe, Bierzeltgarnituren und zahlreiche Kisten wurden die schmale Bootshaustreppe hochgetragen und im Transporter verstaut. Dank zahlreicher Teilnehmer und Helfer war nach knapp drei Stunden alles verladen und zu Hause konnten individuell noch die letzten Sachen gepackt werden. Vor 8 Uhr am Donnerstagmorgen hatten alle 41 Teilnehmer die Kölner Stadtgrenzen Richtung Norden verlassen und die 332 km Autofahrt nach Akkrum in diversen Fahrgemeinschaften in Angriff genommen. Sagte ich 41? Nicht ganz, denn drei besonders motivierte Teilnehmer waren bereits am Mittwochmorgen zuvor mit Rennrädern aufgebrochen, um die Anfahrt in zwei Etappen einer Tour de Friesland auf dem Drahtesel hinter sich zu bringen. Schließlich erreichten alle Teilnehmer unseren täglichen Ausgangspunkt der Bootstouren, den Campingplatz Tusken de Marren gut gelaunt mit wenig Stau und ganz viel Sonnenschein gegen die Mittagszeit. Nachdem die Zelte aufgebaut, das Küchenzelt eingerichtet und die Boote wieder aufgeriggert waren, wurde sich direkt in die Ruderkluft geworfen und die erste Schicht Sonnencreme aufgetragen.

Tag 1: Wind aus Nord-Ost, Sonnenschein – Strecke ca. 15 km

Nach einer kurzen Stärkung ging es sofort gemeinsam aufs Wasser und die ersten rund 15 km wurden in Angriff genommen. Es ging vom Campingplatz aus über den Kanal in Richtung Terherne vorbei am Jachthafen und zum „Mauseloch“. Das „Mauseloch“ ist eine kleine Brückendurchfahrt, die Ihren Namen aufgrund der sehr begrenzten Breite verdient. Dort durften sich unsere Neulinge direkt schon mal mit dem Kommando „Skulls lang und hoch!“ bekannt machen. Wir ruderten weiter vorbei an zahlreichen akkurat gepflegten Vorgärten hinein in die typischen Kanäle von Friesland, durch die Feldern vorbei an Windmühlen und schließlich zurück nach Akkrum. In den schmalen Kanälen und Brücken des Ortes wurden unsere Neulinge mit dem neuen Kommando „Hinlegen!“ vertraut gemacht. Ein bisschen Bauchmuskeltraining später wurde im Ort noch im Lokal Goerres Halt gemacht, sehr zur Freude des Kellners (Ironie aus!). Nach einer kurzen Pause mit dem ein oder anderen Kaltgetränk und exquisiten Pommes Frites ruderten wir weiter durch den Ort und erreichten wieder unseren Ausgangspunkt, den Campingplatz. Nachdem alle Boote aus dem Wasser und Ruderer geduscht waren, ließ man den Abend noch in gemütlicher Runde bei Gegrilltem, kaltem Bier und Lagerfeuer ausklingen.

Tag 2: Wind aus Nord-Ost, immer noch Sonnenschein – Strecke ca. 30 km

Der zweite Tag startete um 08:15 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Nachdem alle Pausenbrote geschmiert, Einkäufe erledigt und die erste Ladung Sonnencreme eingezogen waren, trafen sich die Ruderer um 10 Uhr zur täglichen Bootseinteilung und Bekanntgabe der Tagesstrecke durch den Fahrtenleiter. Wir ließen die Boote zu Wasser und verließen Akkrum unter der Eisenbahnbrücke und über die Autobahn (Aquaduct) zu den Seen Wijde Ee und Sitebuurster Ee biszum Nationalpark Alde Feanen und unserem Ziel, dem Örtchen Earnewald. Der dortige Hafen lieferte genügend Anlegeplätze für die Ruderboote und die hungrigen Ruderer konnten die ansässige Brasserie Westersail / Princenhof überfallen. Gestärkt und mit einer weiteren Ladung Sonnencreme ging es wieder zurück. Auf dem See wurde der Schiebewind ausgenutzt, die Skulls hochgestellt und gesegelt bevor Akkrum angesteuert wurde. Zurück auf dem Campingplatz wurde direkt der Grill angeschmissen und die Ruderer versorgt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die fleißigen Köche. Bei dem ein oder anderen Kaltgetränk wurde der Abend mit Karten/- Würfelspielen am Lagerfeuer genossen.

Tag 3: Wind aus Nord-Ost, noch mehr Sonnenschein – Strecke ca. 30 km

Ganz nach dem Motto „der frühe Ruderer fängt den ersten Kaffee“ startete auch der dritte Tag wieder um 8:15 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück und Pausenbrote schmieren. Heutiges Ziel: Reduzum im Nordwesten. Nach der Einteilung durch den Fahrtenleiter und mit der ersten Lage Sonnencreme steuerten alle Boote über den Kanal in Richtung Terherne, vorbei am Jachthafen erreichten wir schon die nächste Premiere für unsere Neulinge: die Schleuse bij de Dille. Nachdem die Schleusentore durch engagierte Ruderer per Handkurbel geöffnet wurden, fanden fast alle Boote Platz in der Schleuse. Die motivierten Ruderer durften wieder Hand anlegen und kurbelten, was das Zeug hält: Tore zu, Schleusen auf, Tore auf. Weiter ging es über die Kanäle vorbei an neugierigen Kühen und idyllischen Bauernhöfen zur nächsten Schleuse. Hier wurde wieder gekurbelt was das Zeug hält und dem Weg Richtung Reduzum standen nun nur noch Ufer mit lästigem Schilfrohr im Weg. Angekommen am Ziel fanden alle Boote einen Anleger in dem kleinen, engen Hafen des Ortes. Nachdem alle Ruderer aus den Booten geklettert waren, hieß es erstmal ein Schattenplätzchen suchen und Pause machen. Das Landteam versorgte uns noch mit kühlen Erfrischungsgetränken. Auch hierfür nochmal ein großes Dankeschön für die Überraschung. Wem es trotzdem noch zu warm war, der nahm ein Bad im Hafenbecken. Nachdem alle ein stilles Örtchen gefunden hatten und die Schicht Sonnencreme erneuert wurde, ging es weiter. Vorbei an Irnsum führte uns der Weg zurück zum Campingplatz. Die Stärkung in der Pause hatten wir auch dringend nötig, denn auf dem Rückweg durften wir uns alle nochmal beim Skullblätter durch das Schilf hacken auspowern. Die Kanäle wurden immer schmaler und das Schilf immer dichter, so dass man kurzerhand die Kanäle der Niederlande mit den dichtbewachsenen Seitenarmen des Amazonas verwechselt konnte. Nachdem alle neuernannten Christoph Columbus´ Akkrum erreicht haben gab es für alle eine große Portion Pasta und der Abend wurde wieder gemeinsam am Lagerfeuer genossen und beendet.

Tag 4: Wind aus Nord-Ost, unaufhörender Sonnenschein – Strecke ca. 15 km

Auch der letzte Rudertag startete wieder gemeinschaftlichen mit einem Frühstück und der etwas früheren Bootseinteilung durch unseren Fahrtenleiter um 9:30 Uhr. Diesmal ging es auf die altbewährte Abschlussstrecke inklusive Bauchmuskeltraining ins östlich gelegene Aldeboarn.

Wir steuerten die Boote durch Akkrum, erneut unter der Eisenbahnbrücke hindurch und über das Aquaduct und in Nes vorbei am Wasserturm unter zahlreichen niedrigen Brücken hindurch.. Nach dem ständigen hoch und runter im Boot ging es auf direktem Kurs nach Aldeboarn. Das letzte Stück verlangte den Obleuten nochmal jede Menge Steuerkunst ab und wir trafen uns alle zur kurzen Pause mit Ausblick auf den malerischen Kirchturm von Aldeboarn. Gestärkt durch Eis und Butterbrote ging es auf gleichem Weg wieder zurück nach Akkrum.

Wieder am Campingplatz angekommen wurden sofort die Boote abgeriggert, geputzt und auf die Anhänger verladen. Nachdem die Boote den Zeltplatz verlassen haben konnten dann auch die restlichen Zelte abgebrochen werden. Frisch geduscht machten sich alle Teilnehmer tief gebräunt, voller guter Erinnerungen und auch ein wenig erschöpft von den letzten Tagen zurück auf den Weg nach Köln zum Bootshaus in Marienburg.

Am Bootshaus angekommen wurden getreu dem Motto „Viele Hände schnelles Ende“ die Boote ab- und der Transporter ausgeladen. Alle Boote wieder aufgeriggert, alles verstaut und verräumt. Viele freuen sich jetzt schon auf die nächste Wanderfahrt nach Akkrum im Jahr 2024.

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmal bei allen fleißigen Helfern bedanken, die auch schon im Vorfeld viel organisiert und geplant haben und ein ganz großer Dank geht an unseren Fahrtenleiter Rolf, der unsbereits seit drei Jahrzehnten immer wieder neu diese wunderschöne Fahrt ermöglicht.

Katharina (Kathi) Oymans

Lahntour mit Berliner Gästen im Hitzesommer

Was für den Kölner Club für Wassersport (KCfW) eine jährliche Routine-Fahrt darstellt, war für die Berliner Teilnehmer ein Novum gespickt mit vielen persönlichen Rekorden!

Obwohl die Bahn sich redlich mühte und ihrem Ruf alle Ehre machte (Vorverlegung der Abfahrtszeit wegen Trassensanierung, Zugstreichung, Ersatzzug anderer Bauart wodurch die Reservierungen nicht galten, sich widersprechende Ansagen zu Umstieg und Reiseverlauf), schafften es alle Berliner am 18.6. rechtzeitig zum 1. Kennenlernen im traditionellen Gaffel-Brauhaus am Dom. Die Leidensgenossen für die nächsten 7 Tage waren: 3 Vollblut-Astoren (André, Martin K., Martina), 2 reine und langjährige KCfW ́ler (Kurt, Manfred), unsere Doppelherz- Fahrtenleiter (Helmut, Christian H.), die die Kraft der 2 Vereins-Herzen in ihrer Brust haben, sowie einem Kölner Kanuten, der an seine vielen Ruderkilometer in der Jugend mit Helmut anknüpfen und nach35 Jahren Rollsitz-Abstinenz mal wieder mit Skulls rückwärts und schneller als mit einem Paddel unterwegs sein wollte.


Ottmar war sofort wieder drin in der Rudertechnik, womit bestätigt ist, dass man Rudern nicht verlernt, wenn man es einmal richtig gelernt hatte. Standesgemäß begossen wir die Wanderfahrt mit Kölsch und deftiger Kost, bevor wir gemeinsam die Boote verluden. Für die Berliner Leser: Aufgrund der Besonderheit des KCfW-Bootshauses (ein am Rhein-Ufer befestigtes altes Frachtschiff – ja, es gibt noch engere Bootshallen als die von Astoria)
mussten die Boote Liebchen und Klävbotz (=„Klebehose“: Kölsch für jemanden, der abends an der Theke klebt und nicht gehen will…) samt Zubehör vom Bootssteg über den Rhein geschoben und den Deich hochgetragen werden.

André (todchick in Wathosen) und Christian (mit nacktem Bein) standen dazu direkt in der Strömung. Dank bester Organisation der Fahrtenleiter wurden die Berliner danach zur Übernachtung in den Kanuklub Mülheim kutschiert, mit Schlafsack versorgt und dank Ottmars Frau am nächsten Morgen sogar mit Frühstück.


Montag Morgen ging es dann gemeinsam mit dem Bootshänger nach Wetzlar bei Lahn km 12,5. Bis zur Rheinmündung bei Lahnstein (km 137) verbrachten wir 4 tolle, aber auch sehr heiße und schweißtreibende Tage auf der Lahn.

Entlang der Strecke gab es neben etlichen Schleusen und Wehren immer wieder sehr schöne Blickfänge hoch oben über dem Lahntal: als erstes das Renaissanceschloss Weilburg, im weiteren Verlauf säumen viele andere Schlösser, wie z.B. Schloss Oranienstein, Schloß Schaumburg und Burgen mit mittelalterlicher Ritterromantik (Balduinstein, Laurenburg, Lahneck) unseren Weg.

In Weilburg trugen wir unsere Rettungswesten beim Passieren des bundesweit einmaligen technischen Denkmals, den 1847 zur Schiffbarmachung der Lahn gebauten knapp 200 m langen, dunklen Schiffstunnel.

An seinem Ende schloss sich gleich eine Doppelschleuse an. Bei über 30 °C zogen wir nach dem Schleusengang fix die Westen wieder aus. Um den Limburger Dom und die berühmte Badewanne von Tebartz-van Elst machten wir einen Bogen und suchten stattdessen einen Geldautomaten, denn in unserem Quartier in Laurenburg ist irgendwann mal die Zeit einfach stehen geblieben: Kartenzahlung ist immer noch unbekannt und Kurt bestätigte uns, dass die Speisekarte seit ca. 20 Jahren unverändert ist.

Zu den landschaftlichen Besonderheiten/Höhepunkten dieser Lahntour gehören die sehr engen Windungen und ein paar Stromschnellen wegen Niedrigwasser. Das störte ein paar Unerschrockene nicht, sich nach getaner Arbeit in die Lahnfluten zu stürzen. Die Ornithologen kamen bei Eisvogel, Teichrohrsänger, etlichen Gänsen und anderem Zwitschern auf ihre Kosten. Unser pensionierter Umweltökologe und Ex-Stadtführer erklärte fleißig, was wir da so alles hörten und sahen. Auf der Strecke passierten wir die für ihre Mineral- und Heilquellen bekannte Orte Selters, Fachingen und Bad Ems. Viel schmackhafter und unbedingt empfehlenswert ist aber die Eisdiele in Runkel. Wir fieberten bei über 30 °C ohne Schatten unendlich lange 28 km darauf hin, wurden köstlich belohnt und konnten uns nur schweren Herzens an die fehlenden 10 km für unser Tagesziel machen.

Am letzten Lahntag ruderten wir gegen das drohende Unwetter 35 km in Rekordzeit. Alle Schleusenwärter und der Wettergott waren uns gnädig: Unter heftigem Donnergrollen in der Ferne konnten wir unsere Boote in Rheinfelden trocken an Land bringen und einen ersten Blick auf den Rhein werfen. An der Rheinstrecke lagen Koblenz mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein und Moselmündung / deutsches Eck, Weinberge, Drachenfelsen, Siebengebirge und Bad Godesberg, Bonn mit den ehemaligen Regierungsgebäuden und Hafen- und Industrieanlagen.


Vater Rhein zeigte sich den 3 Vollblut-Astoren bei ihrer Rhein-Premiere ungnädig: Starker Gegenwind und hohe Wellen hoben die Strömung am ersten Tag fast auf. Die 58 km bis Bad Honnef wurden trotz schöner Landschaft zur Qual, und Martina schwor an diesem Abend, dass sie so schnell nicht mehr in ein Boot steigen will. Bis zum nächsten Morgen hielt
sie dies durch und stieg dann ausgeschlafen und pflichtbewusst wieder ein. Zum Glück war der letzte Rudertag relativ windstill und so versöhnten wir uns alle mit dem Rhein,
verstanden jetzt auch Helmuts Liebe zum „seinem“ Rhein und zu dem ihm schon früh vertrauten Ruderrevier.
Glücklich und erstaunt, dass wir die 235 km ohne Muskelkater (dank der vielen Elektrolyte in den abendlichen Bieren) durchgehalten haben, erreichten wir nach 6 erlebnisreichen Rudertagen den Schwimmsteg des KCfW. Vielen Dank für die tolle Organisation, die Hängerfahrer und an das harmonische Team. Es passte alles.
Martina

Birken, Wer Da!? – Wanderfahrt im Berliner Nord-Westen

Die späten ersten Sommertage des Jahres 2023 über Christi Himmelfahrt haben Kathi, Felix, Jan und Max genutzt, um den Berliner Westen zu rudernd zu erkunden. Startpunkt war der idyllisch an einem Altarm der Havel gelegene Ruderverein Birkenwerder in dem gleichnamigen Örtchen knapp nördlich der Berliner Stadtgrenze.

Gut gelaunt trafen wir uns mit leichtem Gepäck und ausreichend Proviant am frühen Mittwochabend vor dem langen Wochenende in Köln, um die 599 km lange Reise bis Berlin anzutreten. Leider begann der Stau schon vor dem Verteilerkreis im Kölner Süden, sodass wir die Stadtgrenze auf der A3 erst nach 1,5 Stunden hinter uns lassen konnten. Der Stimmung an Bord tat das jedoch keinen Abbruch. 7,5 Stunden später und gestärkt durch das reichhaltigste Raststätten-Buffet aller Zeiten erreichten wir schließlich kurz nach Mitternacht unsere Unterkunft im Berliner Norden.

Donnerstag – Ruderstrecke: 48 km

Am Morgen empfingen uns auf dem Gelände des RV Birkenwerder nicht nur die sehr netten Ruderkameraden, sondern auch die idyllische Landschaft des Havel-Altarms mit viel Grün, spiegelglattem Wasser und angenehm-sonnigem Wetter: Ideale Bedingungen für eine ausgedehnte Rudertour! Mit insgesamt zehn Mann in zwei 4x+ von Schellenbacher starteten wir eine 23 km lange Fahrt Richtung Süden zur Sternfahrt der Ruder-Union Arkona Berlin von 1879. Bei der Ausfahrt aus dem Altarm passierten wir Teppiche aus Blütenpollen und verwunschene Ufer, bis wir auf die schnurgerade Havel einbogen. Dort nahmen wir mit einem ruhigen Schlag schnell Fahrt auf und erreichten wenig später unseren ersten Zwischenstopp, den Steg des Ruderclubs Oberhavel in Hennigsdorf.

Weiter ging es vorbei am Elektrostahlwerk und dem Gelände der Endmontage von Alstom (Hersteller von Triebzügen) zum Nieder Neuendorfer See. Die Überreste versenkter Schiffe verstärken bis heute die ehemalige Grenze zwischen DDR und West-Berlin, die sich einst mitten durch den See zog. Auch ein alter Grenzturm hat sich am Westufer des Sees erhalten. Mit auffrischendem Wind umrundeten wir Heiligensee auf Berliner Seite und erreichten unseren nächsten Halt beim Ruder-Club Tegelort. Eine kurze Trink- und Wasserpause später stachen wir wieder in See, passierten den Beginn des Tegeler Sees und die Brücken der Spandauer Innenstadt.

Die Schleuse unweit der Zitadelle Spandau bewältigten wir auf Schienen, indem wir unsere Boote mit einem Wagen auf der einen Seite aus dem Wasser zogen, über die Hügelkuppe schoben und auf der anderen Seite wieder ins Wasser laufen ließen. Ein kurzweiliger Transfer, der auf dem Rückweg seine ganze Faszination entfaltete, als wir mehreren anderen Booten bei der Überwindung der Wasserpegel-Differenz halfen, während wir auf das andere Boot des RV Birkenwerder warteten. Schließlich erreichten wir mit der Scharfen Lanke unser Tagesziel, am südlichen Rand von Spandau und gegenüber des Grunewalds gelegen.

Die Arkona empfing uns mit engagiertem Steg-Dienst, reichhaltiger Büffetauswahl und fetziger Musik zu einem rauschenden Ruder-Fest bei besten sommerlichen Temperaturen. Staunend bewunderten wir nicht nur den schönen alten Holz-Doppelachter, sondern auch die modernen 6x+ und 7x+, die an den Stegen festgemacht waren und die große Lücke zwischen den üblichen Bootsgrößen 8x+ und 5x- schließen.

Am Nachmittag traten wir die Rückfahrt an und erreichten am Abend wieder den verwunschenen Altarm in Birkenwerder mit dem guten Gefühl an unserem ersten Rudertag ordentlich vorgelegt zu haben. Bei Berliner Kindl und Würfelspielen ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

Idyllischer Ausblick beim RV Birkenwerder
Rowmantic am Steg des RC Tegelort
Auf dem Weg nach Spandau
Boot auf Schienen an der Spandauer Schleuse
An der Spandauer Seebrücke
Angelegt bei Arkona Berlin

Freitag – Ruderstrecke: 26 km

Am zweiten Tag fuhren wir in die entgegengesetzte Richtung und folgten der Havel nach Norden, diesmal als unterbesetzter 5x-. Mühelos ließen wir das Boot auf dem meist spiegelglatten Wasser laufen und waren abgesehen von einigen Anglern an den Ufern und wenig Schiffsverkehr völlig ungestört. Auf dem Lehnitzsee kam Wind auf und schob uns bis zur Schleuse am Nordende an, bevor wir umkehrten, zurückfuhren und den Abzweig nach Oranienburg nahmen. An einem Steg im Zentrum machten wir fest, um uns Döner als Mittagessen zu besorgen und ein wenig die Sonne zu genießen. Nach einer zügigen Rückfahrt erreichten wir Berlin-Mitte nach Bootputzen und Duschen rechtzeitig für das Abendessen und ein wenig Sightseeing zwischen Alexanderplatz und Reichstag.

Die Havel nach Oranienburg
Die Rudercrew und ihr Boot

Samstag – Ruderstrecke: 43 km

Der dritte Tag führte uns wieder nach Süden, diesmal bogen wir jedoch vor Spandau in den Tegeler See ein, umrundeten den See im Uhrzeigersinn, unterquerten die sehenswerte rote Tegeler Hafenbrücke und mogelten uns über den sehr schmalen Tegeler Fließ wieder zurück auf den See. Auf halber Strecke unserer Seeumrundung machten wir im Borsighafen bei der Ruder-Riege des TV Waidmannslust fest. Eine Gruppe dänischer Ruderer aus Aarhus lud uns zu Kaffee und Kuchen ein, bevor wir einen kleinen Ausflug in das Zentrum von Tegel machten. Der Rückweg gestaltete sich aufgrund ausbleibenden und teilweise entgegenkommenden Windes mitunter zäh, die zahlreichen Blasen an unseren Händen und die stechende Sonne von oben taten ihr Übriges. Angetrieben von unserer Abendplanung kämpften wir uns dennoch wieder den Weg zurück nach Norden in heimische Gefilde. Insgesamt haben wir während unserer drei Hauptrudertage mehr als 100 erlebnisreiche Kilometer auf der quasi stehenden Havel zurückgelegt. Die häufigste Frage der Berliner („Seid ihr aus Köln hergerudert?“) mussten wir verneinen, aber vielleicht eine Idee fürs nächste Jahr…

Impressionen vom 19. Course des Impressionnistes

Marathon auf der Seine bei Paris, 1. Mai 2023

Von Christoph Schäfer

Keine Sorge, das hier wird kein Vortrag zur Kunstgeschichte. Aber ich muss zugeben, das Ruderrevier des Rowing Club de Port Marly (RCPM) ist wirklich malerisch. Kein Wunder, dass Renoir und andere berühmte Impressionisten am Ufer der Seine ihre Motive gesucht haben.

Gerne hätte ich mir das grüne Seine-Ufer in der Vorstadt von Paris genauer angeschaut. Doch dafür blieb bei den 42 Kilometern keine Gelegenheit. 30 Skiffs sind um 7:50 Uhr gleichzeitig(!) gestartet. Und da im Startbereich fast alle Boote vor mir lagen, war zunächst ein wendiger Hals gefragt: Lücken finden, beschleunigen, überholen; und bei Engstellen besonders vorsichtig fahren. 3:52 Stunden habe ich für die zwei großen Runden bei Le-Port-Marly gebraucht. Diese Zeit reichte immerhin für den siebten Platz.

Mit mäßiger Strömung und wenig Wellengang ist die Seine super geeignet, um darauf mit Sportbooten zu rudern. Ein tolles Karbon-Boot wurde mir vom RCPM zur Verfügung gestellt. Überhaupt hat der Club, und vor allem Philippe Coulloy, sich bei der Organisation ganz toll um mich gekümmert! Merci!

Infos: https://www.rcpm-aviron.fr/evenements/2023/05/01/2023—19eme-course-des-impressionnistes-1779021

Mit dem Skiff auf der Seine
Mit dem Karbon-Skiff am Steg
Teilnehmerfeld auf der Seine