Erweiterte Hausstrecke

Das Jahr 2015 neigte sich dem Ende zu und irgendwie kam die Idee auf, dass nach den opulenten Weihnachtsessen noch eine kleine Tagesfahrt zum sportlichen Ausgleich nicht schlecht sei. Außerdem fehlten Tiemo noch 30 Tagesfahrt-Kilometer für sein erstes Fahrtenabzeichen. Und so verabredeten wir (Tiemo, Christoph, Leon und ich) für eine ausgedehnte Tagesfahrt auf dem Rhein. Normalerweise wäre das der Zeitpunkt gewesen, wo man sich ein Boot reserviert, einen Hänger klar macht, diesen in Neuss bereit stellt, von Köln nach Neuss rudert, um danach dann wieder zum Bootshaus zurück zu reisen, das Boot abzuladen usw. Irgendwie unnötig zeit- und kostenaufwändig, kann man diese Zeit nicht viel besser auf dem Wasser verbringen?

Man kann: Warum nicht mal die Hausstrecke etwas ausweiten und statt bis Sürth einfach bis Mondorf hoch- und zurückrudern? Kann ja nicht so schwierig sein, einfach unsere normale Hausstrecke bis Sürth, dann an Godorf, Wesseling, Langel und Hersel vorbei und dann ist man ja schon so gut wie in Mondorf. Soweit die Theorie…

Montag, 28.12.2015, strahlender Sonnenschein und rund 14°C in einem der wärmsten Dezember seit der Wetteraufzeichnung. Der Rhein: Weitestgehend spiegelglatt mit ganz wenig Schiffsverkehr und einem ordentlichen Wasserstand. Perfekte Bedingungen, um die erweiterte Hausstrecke auszuprobieren.

Leicht später als ursprünglich geplant legten wir zu dritt (Christoph, Leon und ich, Tiemo war über die Feiertage leider krank geworden und konnte uns diesmal nicht begleiten) und in der Rämbo statt der Ignatz gegen 10:40 vom Steg ab.

Die Strecke bis Sürth steuerte uns Leon als OiP mit dem Fußsteuer sicher um die zahlreichen Kribben, bei den Kribben hinter der Fähre brauchte es den Mut zu harten Kurswechseln. Im Sürther Hafen legten wir kurz an, um einen sicheren Steuermannswechsel durchzuführen und eine erste Trinkpause zu machen. Dann ging es weiter, bis zum Godorfer Hafen noch bekanntes Terrain, dann begann der für uns stromaufwärts unbekannte Teil. Natürlich kannten wir alle den Abschnitt von zahlreichen Tagesfahrten wie An- oder Abrudern von Bad Honnef nach Köln, aber eben nur runter, also stromabwärts.

Das Boot lief gut und wir kamen unserem Ziel bei Rheinkilometer 660 (kurz vor der Hafeneinfahrt von Mondorf) Stück für Stück näher. Bei jedem Kirchturm ein Blick auf dessen Uhr: Würde die Zeit reichen? Würden wir es bis spätestens 14:30 Uhr nach Mondorf geschafft haben, um dort eine Pause zu machen und bis 16:30 Uhr wieder am Bootshaus zu sein? Wir waren optimistisch dies zu schaffen und zählten eifrig die Kilometersteine, in Erwartung aus der 70er-Zone in die 60er-Zone zu kommen. Endlich die 669, noch 9 Kilometer bis zum Ziel! Irgendwo kurz hinter der Schnapszahl 666 mussten wir eine erste Snackpause einlegen, so lange stromaufwärts schlaucht dann doch mehr als gedacht, vor allem weil Wesseling so lange dauert (ganze 6 Rheinkilometer je Strecke), bis man es am Rhein hinter sich gelassen hat.

Mit „nur“ noch 6 km vor uns und gut in der Zeit schöpften wir noch mal volle Motivation, um endlich die große Pause machen zu können. Doch spätestens die letzten 4 km vor dem Ziel auf der Höhe von Widdig waren die längsten: Auf einmal schienen die 100-Meter-Marken nur noch im Schneckentempo vorbei zu ziehen. Auch der mentale Trick sich die 4 km als kleinere 1 km-Abschnitte vorzustellen, und ein Kilometer geht ja schnell vorbei, funktionierte nicht mehr so richtig. Wissend, dass stromaufwärts vor Mondorf noch diese lange Insel von Hersel und die Lux-Werft auftauchen muss, ließ uns ungeduldig auf ihr Erscheinen warten. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit kam endlich die Stadtpromenade von Mondorf in Sicht und wir fuhren erleichtert in das Hafenbecken ein.

Auf dem Steg des Mondorfer Rudervereins tankten wir wieder Kraft für unsere Rückreise, die wir mit Blick auf die Uhr und den Sonnenstand bereits nach einer halben Stunde wieder antraten, die Uhr zeigte etwa 15:05 Uhr. Rund 25 km stromauf lagen hinter uns, nochmal so viele Kilometer stromab vor uns, würde das Sonnenlicht bis Köln reichen oder die Wasserschutzpolizei uns ohne Beleuchtung ausgestatteten Ruderer vorher aus dem Verkehr ziehen?

Nach den ersten drei Kilometern die erste Hochrechnung: 3 Kilometer in 15 Minuten, das macht 12 km/h und unsere Ankunftszeit wäre nach 17:00 Uhr gewesen. Weit nach Sonnenuntergang und damit zu spät. Mist!

Doch nach weiteren Kilometern besserten sich die Prognosen und wir schätzten gegen 16:40 Uhr in Köln zu sein. Da nur selten ein Schiff auftauchte nutzten wir die Strömung voll aus und ließen trotz der schwielenden Hände nicht locker: Einfach weiterrudern, Zug um Zug, Kilometer um Kilometer. Schon kam Godorf in Sicht, dann Sürth. In Heckrichtung sahen wir die Sonne untergehen und die Dämmerung setzte ein. Kurz oberhalb der Weißer Fähre kam die Wasserschutz uns entgegen, ließ uns aber unbehelligt weiterfahren. Auf der Hausstrecke zählten wir nur noch die Kilometersteine bis 684, Porz, Ensen, Rodenkirchen, alles keine Bedeutung mehr, es zählten nur noch die Kilometerabstände… und der Sonnenstand. Endlich, kurz bevor der letzte Rest Tageslicht verschwand, legten wir unsere Backbordskulls wieder auf das Trittbrett des KCfW-Stegs. Dort, wo wir vor fast genau 6 Std. und 50 km gestartet waren.

Drei Ruderer, total groggy, aber irgendwie auch stolz es doch geschafft zu haben, diese erweiterte Hausstrecke. Insgesamt eine tolle Erfahrung und sicher nicht zum letzten Mal absolviert, nächstes Mal aber mit weniger Sorge um das Tageslicht und einer längeren Pause in Mondorf.

Abrudern & Bootstaufe der „Maria“

IMG_2166Letzten Sonntag läuteten über 30 KCfWler durch das von unserem Sportwart Kai organisierte traditionelle Abrudern das Ende der Hauptrudersaison ein. Bei mildem Wetter und zum Glück ohne Regen befuhren wir den Rhein von Bad Honnef bis zu unserem Bootshaus, insgesamt 42 km. Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt nutzte der Vorstand die zahlreiche Anwesenheit der Mitglieder für die Bootstaufe unseres neuen 4x+/5x-.

Nachdem die Boote versorgt worden waren, und alle Ruderinnen und Ruderer sich umgezogen hatten, versammelten wir uns vor dem neuen Boot auf dem Anlegesteg.

Unser Ruderwart Stefan, der an der Beschaffung der beiden neuesten Boote, Ignatz und Maria, in besonderem Maße mitgewirkt hatte, fungierte als Taufpate und wünschte dem Boot stets eine glückliche Fahrt und die obligatorische Handbreite Wasser unter dem Kiel. Nach der Sekttaufe wurde dann die Taufflagge abgezogen und der Name des neuen Bootes wurde sichtbar: „Maria“.

Somit sind nun die beiden bei der Bootswerft Schellenbacher gekauften Boote bereit für den Einsatz im Ruderbetrieb. Ihre Namen wurden als Erinnerung an den ursprünglichen Namen des Kohlenschiffs gewählt, aus dem der vordere Teil unseres Bootshauses besteht. Dieses Schiff trug den Namen Ignatz & Maria. Da wir als Vereinsgemeinschaft den letzten Werftaufenthalt mit so großem Einsatz und Gemeinschaftssinn erfolgreich gemeistert haben, wurden die beiden ersten neuen Boote nach dem Werftaufenthalt jeweils Ignatz bzw. Maria getauft.

Vielen Dank für die Fotos von der Taufe an Christof!

Bootstaufe nach dem Abrudern

Kurzmitteilung

WP_20151019_19_11_25_ProÜberraschend haben wir Anfang der Woche unseren neuen 4x+/5x- von der Bootswerft Schellenbacher erhalten. Er ist berets aufgeriggert, beschriftet und wartet nun auf seine Jungfernfahrt. Vorher muss das Boot jedoch noch getauft werden. Daher wollen wir die zahlreiche Anwesenheit der Mitglieder beim Abrudern nutzen und die Bootstaufe direkt im Anschluss daran auf unserem Bootssteg durchführen. Durch die kurzfristig stattfindende Bootstaufe steht uns das Boot auch direkt danach für den Ruderbetrieb zur Verfügung.

Die Bootstaufe findet am Sonntag nach Ankunft aller Boote, und wenn alle Teilnehmer bereit sind, voraussichtlich zwischen 16:00 und 17:00 Uhr statt.

12 zusätzliche Plätze beim Abrudern am 25. Oktober

Kurzmitteilung

Am 25. Oktober findet das KCfW Abrudern statt. Es haben sich bereits 25 Teilnehmer angemeldet. Aufgrund der großen Nachfrage wollen wir weiteren Mitgliedern eine Teilnahme ermöglichen.

Es sind 12 zusätzliche Bootsplätze zu vergeben.

Tragt Euch in der Liste am schwarzen Brett im Bootshaus ein oder schickt eine Mail an sportwart@kcfw.de

 

Ruderbetrieb am ersten Maiwochenende

Kurzmitteilung

Am ersten Maiwochenende kann es aufgrund von parallel stattfindenden Regatten und Wanderfahrten zu Engpässen im Ruderbetrieb am Steg kommen. Speziell für Sonntag den 03. Mai werden weitere Obleute gesucht.

Bitte tragt Euch in die Doodle-Liste ein, damit wir eine Übersicht erhalten und gegebenen- falls reagieren können.

Umstellung von Winter- auf Sommerprogramm

  • Rudertermine am Wochenende
    Aufgrund von vielfachem Wunsch bleibt der Nachmittags-Rudertermin am Samstag unverändert um 14:00 Uhr bestehen.
    Der Vormittags-Rudertermin am Sonntag bleibt unverändert um 10:00 Uhr bestehen.
  •  Rudertermine unter der Woche
    Ab dem 31.03.2015 wird wieder Dienstags und ab dem 01.04.2015 auch wieder Mittwochs am Rhein gerudert (beide Termine um 18:30 Uhr).

Alle anstehenden Termine findet ihr in unserer Termindatenbank.

Von Bad Honnef bis Neuss

Wer wollte konnte das zurückliegende Wochenende komplett im Ruderboot verbringen und dabei seiner Kilometerstatistik fast 100 km hinzufügen: Am Samstag auf der Tagesfahrt über rund 45 km von unserem Bootshaus nach Neuss und am Sonntag beim Anrudern von Bad Honnef zum KCfW. Während der Samstag recht wechselhaftes Wetter mit Nieselregen, Hagel, grauen Wolken und erst auf den letzten Kilometern blauem Himmel und Sonne bot, konnten sich die Teilnehmer des Anruderns über regenfreies Wetter mit Sonne freuen.

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