Der Herbst ist da

Am Sonntag fand wieder das diesjährige Abrudern statt. Mit vereinten Kräften wurden die Boote am Morgen verladen und mit vollem Hänger ging es an den traditionellen Startpunkt der rund 45 km langen Strecke von Bad Honnef nach Köln den Rhein hinunter. 29 Vereinsmitglieder nutzten einen milden Herbstag für eine entspannte Tagesfahrt als Ende der Hauptrudersaison.

Vielen Dank an Tim Becker für die Bilder!

Tagesfahrt von Neuwied nach Köln (76 km) am Sonntag 13. November 2016

Beginn: 08:00 Uhr Abfahrt in Neuwied
Einkehr: Nach eigenem Ermessen. Bitte bedenkt den Sonnenuntergang um ca. 16:40 Uhr.
Ankunft: ca. 16:00 Uhr am KCfW Bootshaus.
Kostenbeitrag: entfällt. Anreise erfolgt in Eigenregie auf eigene Kosten.
Meldeschluss: 08.11.2016 die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Fahrtenleitung: Kai Lüpkes, (0162) 9104156, sportwart@kcfw.de
Sonstiges: Die Fahrt findet im Anschluss an die Regatta-Abschluss-Party in Neuwied statt, welche von Watz organisiert wird. Nach Ab-sprache mit Watz können Teilnehmer der Tagesfahrt an der Feier am Abend zuvor teilnehmen und auch dort übernach-ten. Übernachtungskosten Luma im BH bei der NRG: 5-7€
HINWEIS: Es besteht die Möglichkeit, nur einen Teil der Strecke mit zu rudern und den anderen Teil im Begleitfahrzeug zu fahren. Der Wechsel zwischen den Streckenabschnitten Neuwied – Bad-Honnef (34 km) und Bad-Honnef – Köln (42 km) erfolgt in Bad-Honnef.

Bitte Absagen rechtzeitig bei der Fahrtenleitung anmelden.

Sanierung der Hallendecke hat begonnen

Ahoi,

einige von Euch haben es sicherlich schon mitbekommen. Die Decke unserer Bootshalle wird in den nächsten Wochen vom alten Lack und Rost befreit um danach in neuem Anstrich zu glänzen.

Vielen Dank an dieser Stelle allen Helfern die an den Ruder-Terminen beim Umlagern der Boote geholfen haben. Am Montagvormittag 2016-09-19 konnten wir das Equipment und eine Palette Strahlsand mit tatkräftiger Unterstützung einiger Mitglieder der Motorboot-Riege zum Einsatzort in der Halle transportieren.

Es wird auch in den nächsten Wochen noch viel für uns zu tun geben. Wenn Ihr unter der Woche tagsüber Zeit habt zum Helfen meldet Euch bei bootshauswart@kcfw.de. Nachdem der erste Abschnitt auf der Wasserseite abgestrahlt und fertig gestrichen ist, folgt die Landseite in zwei Abschnitten.

Die Boote müssen an dem Wochenende 01./02. Oktober wieder umgelagert werden. Kommt bitte am Sonntag zum 10:00 Uhr Rudertermin oder Mittags ab 12:00 Uhr zum Helfen ans Bootshaus.

Der Ruderbetrieb findet wie gewohnt statt. Achtet bitte darauf, dass die Ruder-Termine unter der Woche seit Dienstag 20.09.2016 schon um 18:00 Uhr beginnen (wie auch im Terminkalender zu sehen).

Hochwasser

Kurzmitteilung

Ahoi,

nach den ergiebigen Regenfällen in den letzten Tagen rauscht nun eine kleine Hochwasser-Welle den Rhein hinab. Heute Mittag wurde das Bootshaus an die obere Treppe verlegt. Bis zum Ruder-Termin heute Abend sollte der Leinpfad bereits überflutet sein. Passt aber bitte beim An- und Ablegen auf, da das Floß nah am Ufer liegt.

100km Regatta geht online

Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum wird die 100km Regatta des KCfW auch auf unserer Webseite präsentiert und begleitet. Künftig findet ihr unter der Rubrik Rudern eine Infoseite, auf der wir euch mit allen Informationen rund um die Regatta versorgen. Dort habt ihr auch die Möglichkeit, euch über ein Onlineformular anzumelden, sowie das Melde- und Regattaergebnis abzurufen.

Falls ihr euch schon durch Zurücksenden des ausgefüllten Meldeformulars via Mail angemeldet habt, braucht ihr euch nicht nochmal gesondert über das Onlineformular anzumelden.

Die 100km Regatta wurde im Jahr 2007 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Kölner Clubs für Wassersport e.V. erstmalig veranstaltet. Jeder Kilometer stand dabei symbolisch für ein Jahr des Bestehens. Konzeption und Organisation erfolgte durch unseren langjährigen Sportwart Christoph Ehrle.

Seitdem hat sich die Regatta als fester Termin für ambitionierte Langstreckenregattaruderer aus ganz Deutschland etabliert. Sowohl die Länge der Strecke als auch die wechselhaften Bedingungen des Rheins machen jede Ausgabe dieses Rennens zu einer Herausforderung für Organisatoren wie Ruderer.

Die Organisation obliegt diesmal unserem Sportwart Kai Lüpkes.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Beginn des Ruderkurses

Der diesjährige Ruderkurs hat gestern begonnen und wieder fanden sich etwas mehr als ein Dutzend hochmotivierter Aspiranten bei uns auf dem Bootshaus ein, um unter fachkundiger Anleitung das Rudern zu erlernen. Das Wetter zeigte sich kurz vor Beginn noch von seiner nassen Seite, doch genau zu dem Zeitpunkt, als die Ruderer auf den Steg hinaustraten, hatte der Regen aufgehört und die Wolken gaben die Sonne frei. Bei trockenem Wetter und mit den Reststrahlen der Sonne lief der Ruderkurs durch eine sehr gute Organisation und unter Mithilfe der zahlreichen Helfer wie gewohnt sehr routiniert ab.

Erweiterte Hausstrecke

Das Jahr 2015 neigte sich dem Ende zu und irgendwie kam die Idee auf, dass nach den opulenten Weihnachtsessen noch eine kleine Tagesfahrt zum sportlichen Ausgleich nicht schlecht sei. Außerdem fehlten Tiemo noch 30 Tagesfahrt-Kilometer für sein erstes Fahrtenabzeichen. Und so verabredeten wir (Tiemo, Christoph, Leon und ich) für eine ausgedehnte Tagesfahrt auf dem Rhein. Normalerweise wäre das der Zeitpunkt gewesen, wo man sich ein Boot reserviert, einen Hänger klar macht, diesen in Neuss bereit stellt, von Köln nach Neuss rudert, um danach dann wieder zum Bootshaus zurück zu reisen, das Boot abzuladen usw. Irgendwie unnötig zeit- und kostenaufwändig, kann man diese Zeit nicht viel besser auf dem Wasser verbringen?

Man kann: Warum nicht mal die Hausstrecke etwas ausweiten und statt bis Sürth einfach bis Mondorf hoch- und zurückrudern? Kann ja nicht so schwierig sein, einfach unsere normale Hausstrecke bis Sürth, dann an Godorf, Wesseling, Langel und Hersel vorbei und dann ist man ja schon so gut wie in Mondorf. Soweit die Theorie…

Montag, 28.12.2015, strahlender Sonnenschein und rund 14°C in einem der wärmsten Dezember seit der Wetteraufzeichnung. Der Rhein: Weitestgehend spiegelglatt mit ganz wenig Schiffsverkehr und einem ordentlichen Wasserstand. Perfekte Bedingungen, um die erweiterte Hausstrecke auszuprobieren.

Leicht später als ursprünglich geplant legten wir zu dritt (Christoph, Leon und ich, Tiemo war über die Feiertage leider krank geworden und konnte uns diesmal nicht begleiten) und in der Rämbo statt der Ignatz gegen 10:40 vom Steg ab.

Die Strecke bis Sürth steuerte uns Leon als OiP mit dem Fußsteuer sicher um die zahlreichen Kribben, bei den Kribben hinter der Fähre brauchte es den Mut zu harten Kurswechseln. Im Sürther Hafen legten wir kurz an, um einen sicheren Steuermannswechsel durchzuführen und eine erste Trinkpause zu machen. Dann ging es weiter, bis zum Godorfer Hafen noch bekanntes Terrain, dann begann der für uns stromaufwärts unbekannte Teil. Natürlich kannten wir alle den Abschnitt von zahlreichen Tagesfahrten wie An- oder Abrudern von Bad Honnef nach Köln, aber eben nur runter, also stromabwärts.

Das Boot lief gut und wir kamen unserem Ziel bei Rheinkilometer 660 (kurz vor der Hafeneinfahrt von Mondorf) Stück für Stück näher. Bei jedem Kirchturm ein Blick auf dessen Uhr: Würde die Zeit reichen? Würden wir es bis spätestens 14:30 Uhr nach Mondorf geschafft haben, um dort eine Pause zu machen und bis 16:30 Uhr wieder am Bootshaus zu sein? Wir waren optimistisch dies zu schaffen und zählten eifrig die Kilometersteine, in Erwartung aus der 70er-Zone in die 60er-Zone zu kommen. Endlich die 669, noch 9 Kilometer bis zum Ziel! Irgendwo kurz hinter der Schnapszahl 666 mussten wir eine erste Snackpause einlegen, so lange stromaufwärts schlaucht dann doch mehr als gedacht, vor allem weil Wesseling so lange dauert (ganze 6 Rheinkilometer je Strecke), bis man es am Rhein hinter sich gelassen hat.

Mit „nur“ noch 6 km vor uns und gut in der Zeit schöpften wir noch mal volle Motivation, um endlich die große Pause machen zu können. Doch spätestens die letzten 4 km vor dem Ziel auf der Höhe von Widdig waren die längsten: Auf einmal schienen die 100-Meter-Marken nur noch im Schneckentempo vorbei zu ziehen. Auch der mentale Trick sich die 4 km als kleinere 1 km-Abschnitte vorzustellen, und ein Kilometer geht ja schnell vorbei, funktionierte nicht mehr so richtig. Wissend, dass stromaufwärts vor Mondorf noch diese lange Insel von Hersel und die Lux-Werft auftauchen muss, ließ uns ungeduldig auf ihr Erscheinen warten. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit kam endlich die Stadtpromenade von Mondorf in Sicht und wir fuhren erleichtert in das Hafenbecken ein.

Auf dem Steg des Mondorfer Rudervereins tankten wir wieder Kraft für unsere Rückreise, die wir mit Blick auf die Uhr und den Sonnenstand bereits nach einer halben Stunde wieder antraten, die Uhr zeigte etwa 15:05 Uhr. Rund 25 km stromauf lagen hinter uns, nochmal so viele Kilometer stromab vor uns, würde das Sonnenlicht bis Köln reichen oder die Wasserschutzpolizei uns ohne Beleuchtung ausgestatteten Ruderer vorher aus dem Verkehr ziehen?

Nach den ersten drei Kilometern die erste Hochrechnung: 3 Kilometer in 15 Minuten, das macht 12 km/h und unsere Ankunftszeit wäre nach 17:00 Uhr gewesen. Weit nach Sonnenuntergang und damit zu spät. Mist!

Doch nach weiteren Kilometern besserten sich die Prognosen und wir schätzten gegen 16:40 Uhr in Köln zu sein. Da nur selten ein Schiff auftauchte nutzten wir die Strömung voll aus und ließen trotz der schwielenden Hände nicht locker: Einfach weiterrudern, Zug um Zug, Kilometer um Kilometer. Schon kam Godorf in Sicht, dann Sürth. In Heckrichtung sahen wir die Sonne untergehen und die Dämmerung setzte ein. Kurz oberhalb der Weißer Fähre kam die Wasserschutz uns entgegen, ließ uns aber unbehelligt weiterfahren. Auf der Hausstrecke zählten wir nur noch die Kilometersteine bis 684, Porz, Ensen, Rodenkirchen, alles keine Bedeutung mehr, es zählten nur noch die Kilometerabstände… und der Sonnenstand. Endlich, kurz bevor der letzte Rest Tageslicht verschwand, legten wir unsere Backbordskulls wieder auf das Trittbrett des KCfW-Stegs. Dort, wo wir vor fast genau 6 Std. und 50 km gestartet waren.

Drei Ruderer, total groggy, aber irgendwie auch stolz es doch geschafft zu haben, diese erweiterte Hausstrecke. Insgesamt eine tolle Erfahrung und sicher nicht zum letzten Mal absolviert, nächstes Mal aber mit weniger Sorge um das Tageslicht und einer längeren Pause in Mondorf.