45. Rheinmarathon

von Leon Lauer

Am Samstag dem 1. Oktober 2016 war es wieder so weit.  Bei bestem Wetter nahmen drei Boote vom KCfW erfolgreich  am 45. Rheinmarathon teil.

Als erstes KCfW-Boot startete die Jugendmannschaft (Mila Boy, Mathilda Rosch, Paul Hillenberg und John Ture Greeb, gesteuert von Niklas Möller) die in ihre Klasse erfolgreich den 1. Platz  mit einer Zeit von 2:33h gewannen.JuniorenDas nächste Boot das startete war ein Mixed 4x+ (Elke Müssigmann, Boryana Borisova, Christian Hillenberg und Christof Boy, gesteuert von Stefan Kroh), die die 42,8 Kilometer in einer Zeit von 2:42h absolvierten.
dsc_3493Als drittes und letztes startete vom KCfW noch ein Männer 4x+ (Kai Lüpkes, Jakob Dürr, Christoph Schäfer und Leon Lauer, gesteuert von Angelika Schüler) die in ihrer Klasse den 2. Platz mit einer Zeit von 2:19 belegten.
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Entlang des Saufbähnchen

Ein Bericht von Fahrtenleiter Kurt Noack zur KCfW-Pfingstwanderfahrt 2016 auf der Mosel.

Strecke: 128 km von Trittenheim nach Hatzenport

Teilnehmer: Andrea, Ingo, Miro, Kristin, Bettina, Rolf, Jens und Kurt (FL)

Boote: Füchschen vom KCfW, Schöckelpääd vom RCP

Nach der Saar-Mosel-Tour 2015 ging es dieses Jahr weiter Mosel abwärts, von Trittenheim nach Hatzenport. Die Fahrt war schnell belegt. Da eine Ruderkameradin aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht mitfahren konnte, stellte sich den sieben Ruderinnen und Ruderern und dem jungen Steuermann Miro (7 Jahre) die Frage, welche Boote mit sollten. Die Huddel war leider defekt, so blieben nur die Füchschen und als Zweier das Schöckelpääd vom RCP. Trotz des Hin und Her mit dem Verladen in zwei verschiedenen Bootshäusern waren wir zügig fertig und die gemeinsame Fahrt im geliehenen Bus konnte am Samstagmorgen auf allgemeinen Wunsch um 8 Uhr losgehen.

  1. Tag, Trittenheim – Bernkastel-Kues, 28 km, 1 Schleuse

Am Steg in Trittenheim trafen wir zwei Vierer aus Neuwied und unterwegs begegneten wir noch einem Kirchboot aus Neuss. Eine Gruppe aus dem „kleinem Dorf nördlich von Köln“ musste auch auf Tour gewesen sein, da wir mehrmals den Hänger trafen.

Von Trittenheim ging es über Brauneberg, wo der Landdienst wechselte, nach Bernkastel-Kues. Am Ruderclub legten wir die Boote ab und wir fuhren nach Zell, um zuerst den Hänger am Ruderclub abzustellen und dann weiter zur Ferienwohnung für drei zu fahren. Leider war die direkte Zufahrt gesperrt und alle Straßen, die wir ausprobierten, waren für den Bus zu eng. Zu Fuß war das Quartier jedoch erreichbar.

Hat alle(s) im Blick: Steuermann Miro

Hat alle(s) im Blick: Steuermann Miro

Die restlichen fünf Teilnehmer sollten in einer Pension am Ortsrand von Zell unterkommen. Wegen Kommunikationsproblemen war jedoch nur ein Zimmer frei und wir mussten uns kurzfristig, Pfingstsamstag, 19 Uhr, nach einer Alternative umsehen. Die Vermieter der Ferienwohnung gaben uns dann den Tipp, es doch mal bei Ihnen gegenüber zu versuchen. Und wir hatten Glück: Die Familie hatte ihre Ferienwohnung noch frei und war bereit uns aufzunehmen. Die spontane Unterkunft war von Vorteil: wir waren alle zusammen und konnten uns morgens selbst versorgen, sie war näher an der Stadt und zudem preiswerter. Rolf bot sich abends noch an, Frühstück einzukaufen und lernte so die Supermärkte um Zell kennen. Während die anderen auf der Zell gegenüberliegenden Seite ein gemütliches Restaurant für den Abend auskundschafteten.

2. Tag, Bernkastel-Kues – Zell, 40 km, 2 Schleusen

Nach einem gemütlichen und üppigen Frühstück in der Ferienwohnung ging es mit dem Bus wieder nach Bernkastel-Kues und weiter moselabwärts.

Mosel abwärts mit Füchsen und Schöckelpääd

Mosel abwärts mit Füchsen und Schöckelpääd

In Traben-Trarbach wurde der Landdienst gewechselt. Der hatte die Zeit für einen Besuch im Buddha-Museum genutzt und sich dort spirituellen Beistand geholt. In der gemeinsamen Mittagspause wanderten alle kurz durch den Ort und stärkten sich in einem Café mit Eis oder Kuchen für die zweite Tagesetappe. Zurück in Zell besuchten wir wieder das gleiche Restaurant wie am Vorabend. Bei einem Spaziergang danach am anderen Moselufer wurde vor der Touristeninformation noch zum Tanz aufgespielt.

3. Tag, Zell – Cochem, 36 km, 2 Schleusen

Die Sportbootschleuse bei der ersten Schleuse war gesperrt und wir mussten in die Großschifffahrtsschleuse. Leider war das nächste Schiff ein Schubverband, der nur alleine in die Schleuse passte und so hatten wir fast zwei Stunden Wartezeit. Mittags gab es dann in Senheim, neben dem Jachthafen, wo wir mit unseren beiden „Jachten“ anlegen konnten, einen kleinen Imbiss in der Gastronomie des Campingplatzes.

Auch „Panzerknacker“ Jens und Ingo mussten vor dem Schleusentor warten

Auch „Panzerknacker“ Jens und Ingo mussten vor dem Schleusentor warten

Nach dem Rudern wollten wir uns noch die Reichsburg Cochem ansehen. Es brauchte einigen Versuchen bis wir mit dem Auto in die Nähe der Burg gelangen konnten. Leider war sie schon geschlossen und unsere Besichtigung endete am Tor. Abends, zurück in Zell, kehrten wir dieses Mal am anderen Ufer in die Gaststätte „Zum Alten Bahnhof“ ein.

Andrea und Bettina mit einem Burgwächter

Andrea und Bettina mit einem Burgwächter

4. Tag Cochem – Hatzenport, 24 km, 1 Schleuse

Am letzten Tag ging es über Treis-Karden, wo wir den Landdienst wechselten, nach Hatzenport. Nach zügigem Aufladen machten wir uns gleich auf den Weg Richtung Köln. Beide Boote wurden bei der KRG abgeladen und gereinigt. Das Schöckelpääd ging wieder in die Halle zu den anderen Booten des RCPs, die Füchschen wurde zum KCfW gerudert. Das Boot kann gerade rechtzeitig, um im normalem Ruderbetrieb eingesetzt werden zu können.

Bleibt noch allen Teilnehmern für Ihr Verständnis bei der Panne mit der Unterkunft zu danken und unseren Vermietern Christiane & Norbert Menten und Alfons & Mergret Müller für Ihre Gastlichkeit.

Info am Rande:

Die Bahn-Linien an der Mosel wurden im Rahmen der Kanonenbahn von Berlin nach Metz gebaut. Sie diente dem militärstrategischen Nachschub nach Westen, eine Fahrt von Berlin nach Metz dauerte damals 18 Stunden. Die Trasse folgte ab Bullay bis Trier nicht der Mosel mit Ihren vielen Kurven und so wurde noch eine zusätzliche Strecke entlang der Mosel errichtet. Damit führte die Bahn auch an Zell vorbei. Wegen der vielen Weinorte und weil es an Bord auch Wein gab von Einheimischen auch Saufbähnchen genannt. Die Strecke war 102 km lang und wurde komplett von Trier nach Bullay am 29.08.1905 in Betrieb genommen. Eine Fahrt dauerte 4 Stunden und es gab 38 Haltepunkte. Am 31.12.1962 kam das Ende, die Bahnstecke wurde eingestellt.

Neben den Erinnerungen an die Bahnlinie gibt es auch noch Relikte aus der Zeit des Bähnchens, so zum Beispiel den Bahnhof in Zell. Wir hatten die Gelegenheit einen Abend im heutigen Restaurant „Zum alten Bahnhof“ bei gutem Essen und einem guten Tropfen die alten Zeiten – und die neue Zeit – zu genießen.

Kurt Noack

Aprilwetter im März

Ein Bericht von Kurt Noack zur diesjährigen Osterwanderfahrt in und um den Nationalpark „De Weerribben-Wieden“ in den Niederlanden vom 24. bis 28. März 2016.

Gemeinschaftswanderfahrt mit dem Kölner Ruderverein von 1877.

Teilnehmer vom KCfW:
Uli, Angelika, Christa,Ulrike, Peter, Kurt, Gunda, Janine, Monika und Christoph.

Boote:
Füchschen und Liebchen

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Beginn des Ruderkurses

Der diesjährige Ruderkurs hat gestern begonnen und wieder fanden sich etwas mehr als ein Dutzend hochmotivierter Aspiranten bei uns auf dem Bootshaus ein, um unter fachkundiger Anleitung das Rudern zu erlernen. Das Wetter zeigte sich kurz vor Beginn noch von seiner nassen Seite, doch genau zu dem Zeitpunkt, als die Ruderer auf den Steg hinaustraten, hatte der Regen aufgehört und die Wolken gaben die Sonne frei. Bei trockenem Wetter und mit den Reststrahlen der Sonne lief der Ruderkurs durch eine sehr gute Organisation und unter Mithilfe der zahlreichen Helfer wie gewohnt sehr routiniert ab.

Der Westhovener Pionierhafen

KCfW.hausstrecke – Teil 2:
Der Westhovener Pionierhafen

Von Duhon – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6804988

Kurz nachdem man die Rodenkirchener Brücke auf unserer Hausstrecke stromaufwärts unterquert hat, befindet sich auf der rechten Uferseite bei Rheinkilometer 682,3 eine Bucht, die wie geschaffen scheint für Angel- und Badeausflüge. Heute schon fast vergessen, befand sich hier lange Zeit ein militärisch genutzter Hafen, im 2. Weltkrieg von der Wehrmacht genutzt, später dann von den Belgiern, deren Rheinstreitkräfte nach dem Krieg bis ins Jahr 1995 in der angrenzenden Westhovener Aue (Kaserne Brasseur) stationiert waren.

Der Hafen verlandete jedoch zunehmend, sodass er seine ursprüngliche Funktion mit der Zeit einbüßte und heute nur noch Reste erhalten geblieben sind. Uferbefestigungen sucht man inzwischen jedoch vergeblich, auch alte Poller oder sonstige Spuren der früheren Nutzung sind nicht mehr zu erkennen. Die Bucht dient heute teilweise noch Kanuten für Übungen in strömungsarmem Gewässer und wir Ruderer machen uns beim Hochrudern die günstige Kehrströmung an der Mündung der Bucht zunutze.

Hinter diesem ehemaligen Hafen liegt die Westhovener Aue, heute ein Naturschutzgebiet, das bei Hochwasser auch als Retentionsfläche (Überschwemmungsreserve) dient. Auch nach dem Rückzug der belgischen Streitkräfte liegen hier noch Blindgänger und Minen aus dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegsnutzung im Boden, weswegen das Verlassen der Wege für Spaziergänger verboten bleibt.

Etwas weiter stromaufwärts wurde durch belgische Pioniere früher auch der Bau von Pontonbrücken geübt. Die Überreste einer Rampe für Amphibienfahrzeuge im Rhein erzeugt dort noch heute eine Strömungsschwelle, die je nach Wasserstand von uns Ruderern weiträumig umfahren wird.

Die Rodenkirchener Brücke

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KCfW.hausstrecke – Teil 1:
Die Rodenkirchener Brücke

Wir beginnen unsere Serie mit dem markantesten Bauwerk auf unserer Hausstrecke, der Rodenkirchener Brücke. Etwas oberhalb unseres Bootshauses (Rheinkilometer 683,37) verbindet diese 567 m lange Hängebrücke die Kölner Stadtteile Rodenkirchen und Poll miteinander und führt als Teil des Kölner Autobahnrings die Bundeautobahn 4 (A 4) über den Rhein.

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Wandern rund um Bensberg

Ein Bericht zur Wanderung um Bensberg am 21.02.2016, geschrieben von A. Zabawa:

Am 21.02.2016 trafen sich 4 wackere „Wander“-Ruderer und zwei Hunde um eine Wanderung um Bensberg zu unternehmen. Mit von der Partie waren Kurt (Organisator der Wanderung) mit seinem Dackel Willi, Rosemarie, Ulrike mit ihrem Beagle Donna und ich selbst. Weiterlesen

34. Winterwanderfahrt des KCfW auf dem Rhein von Worms bis Köln

von Kerstin Markus

Die Motivation an der berühmten Winterwanderfahrt „zwischen den Tagen“ auf dem Rhein teilzunehmen sind bekanntlich unterschiedlich: Jahresabschluss der Ruderei unter Freunden, pure Ruderlust, Bereitschaft zur extremen Leidensfähigkeit (unkalkulierbares Wetter), Neuerkundung unbekannter Ruderreviere, das komplettieren von Kilometerzielen unterschiedlichster Höhen: Erreichen des Fahrtenabzeichens (Daniel Ehrle), weiteres Knacken der 16.000 km-Grenze (Christoph Stephan), seinen Vater auf der Vereinsliste zu überholen (Paul Hillenberg), Erreichen der absoluten Kilometergleichheit mit einer Vereinskameradin an oberster ORVO-Spitze bei den Frauen (ich). Weiterlesen

Erweiterte Hausstrecke

Das Jahr 2015 neigte sich dem Ende zu und irgendwie kam die Idee auf, dass nach den opulenten Weihnachtsessen noch eine kleine Tagesfahrt zum sportlichen Ausgleich nicht schlecht sei. Außerdem fehlten Tiemo noch 30 Tagesfahrt-Kilometer für sein erstes Fahrtenabzeichen. Und so verabredeten wir (Tiemo, Christoph, Leon und ich) für eine ausgedehnte Tagesfahrt auf dem Rhein. Normalerweise wäre das der Zeitpunkt gewesen, wo man sich ein Boot reserviert, einen Hänger klar macht, diesen in Neuss bereit stellt, von Köln nach Neuss rudert, um danach dann wieder zum Bootshaus zurück zu reisen, das Boot abzuladen usw. Irgendwie unnötig zeit- und kostenaufwändig, kann man diese Zeit nicht viel besser auf dem Wasser verbringen?

Man kann: Warum nicht mal die Hausstrecke etwas ausweiten und statt bis Sürth einfach bis Mondorf hoch- und zurückrudern? Kann ja nicht so schwierig sein, einfach unsere normale Hausstrecke bis Sürth, dann an Godorf, Wesseling, Langel und Hersel vorbei und dann ist man ja schon so gut wie in Mondorf. Soweit die Theorie…

Montag, 28.12.2015, strahlender Sonnenschein und rund 14°C in einem der wärmsten Dezember seit der Wetteraufzeichnung. Der Rhein: Weitestgehend spiegelglatt mit ganz wenig Schiffsverkehr und einem ordentlichen Wasserstand. Perfekte Bedingungen, um die erweiterte Hausstrecke auszuprobieren.

Leicht später als ursprünglich geplant legten wir zu dritt (Christoph, Leon und ich, Tiemo war über die Feiertage leider krank geworden und konnte uns diesmal nicht begleiten) und in der Rämbo statt der Ignatz gegen 10:40 vom Steg ab.

Die Strecke bis Sürth steuerte uns Leon als OiP mit dem Fußsteuer sicher um die zahlreichen Kribben, bei den Kribben hinter der Fähre brauchte es den Mut zu harten Kurswechseln. Im Sürther Hafen legten wir kurz an, um einen sicheren Steuermannswechsel durchzuführen und eine erste Trinkpause zu machen. Dann ging es weiter, bis zum Godorfer Hafen noch bekanntes Terrain, dann begann der für uns stromaufwärts unbekannte Teil. Natürlich kannten wir alle den Abschnitt von zahlreichen Tagesfahrten wie An- oder Abrudern von Bad Honnef nach Köln, aber eben nur runter, also stromabwärts.

Das Boot lief gut und wir kamen unserem Ziel bei Rheinkilometer 660 (kurz vor der Hafeneinfahrt von Mondorf) Stück für Stück näher. Bei jedem Kirchturm ein Blick auf dessen Uhr: Würde die Zeit reichen? Würden wir es bis spätestens 14:30 Uhr nach Mondorf geschafft haben, um dort eine Pause zu machen und bis 16:30 Uhr wieder am Bootshaus zu sein? Wir waren optimistisch dies zu schaffen und zählten eifrig die Kilometersteine, in Erwartung aus der 70er-Zone in die 60er-Zone zu kommen. Endlich die 669, noch 9 Kilometer bis zum Ziel! Irgendwo kurz hinter der Schnapszahl 666 mussten wir eine erste Snackpause einlegen, so lange stromaufwärts schlaucht dann doch mehr als gedacht, vor allem weil Wesseling so lange dauert (ganze 6 Rheinkilometer je Strecke), bis man es am Rhein hinter sich gelassen hat.

Mit „nur“ noch 6 km vor uns und gut in der Zeit schöpften wir noch mal volle Motivation, um endlich die große Pause machen zu können. Doch spätestens die letzten 4 km vor dem Ziel auf der Höhe von Widdig waren die längsten: Auf einmal schienen die 100-Meter-Marken nur noch im Schneckentempo vorbei zu ziehen. Auch der mentale Trick sich die 4 km als kleinere 1 km-Abschnitte vorzustellen, und ein Kilometer geht ja schnell vorbei, funktionierte nicht mehr so richtig. Wissend, dass stromaufwärts vor Mondorf noch diese lange Insel von Hersel und die Lux-Werft auftauchen muss, ließ uns ungeduldig auf ihr Erscheinen warten. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit kam endlich die Stadtpromenade von Mondorf in Sicht und wir fuhren erleichtert in das Hafenbecken ein.

Auf dem Steg des Mondorfer Rudervereins tankten wir wieder Kraft für unsere Rückreise, die wir mit Blick auf die Uhr und den Sonnenstand bereits nach einer halben Stunde wieder antraten, die Uhr zeigte etwa 15:05 Uhr. Rund 25 km stromauf lagen hinter uns, nochmal so viele Kilometer stromab vor uns, würde das Sonnenlicht bis Köln reichen oder die Wasserschutzpolizei uns ohne Beleuchtung ausgestatteten Ruderer vorher aus dem Verkehr ziehen?

Nach den ersten drei Kilometern die erste Hochrechnung: 3 Kilometer in 15 Minuten, das macht 12 km/h und unsere Ankunftszeit wäre nach 17:00 Uhr gewesen. Weit nach Sonnenuntergang und damit zu spät. Mist!

Doch nach weiteren Kilometern besserten sich die Prognosen und wir schätzten gegen 16:40 Uhr in Köln zu sein. Da nur selten ein Schiff auftauchte nutzten wir die Strömung voll aus und ließen trotz der schwielenden Hände nicht locker: Einfach weiterrudern, Zug um Zug, Kilometer um Kilometer. Schon kam Godorf in Sicht, dann Sürth. In Heckrichtung sahen wir die Sonne untergehen und die Dämmerung setzte ein. Kurz oberhalb der Weißer Fähre kam die Wasserschutz uns entgegen, ließ uns aber unbehelligt weiterfahren. Auf der Hausstrecke zählten wir nur noch die Kilometersteine bis 684, Porz, Ensen, Rodenkirchen, alles keine Bedeutung mehr, es zählten nur noch die Kilometerabstände… und der Sonnenstand. Endlich, kurz bevor der letzte Rest Tageslicht verschwand, legten wir unsere Backbordskulls wieder auf das Trittbrett des KCfW-Stegs. Dort, wo wir vor fast genau 6 Std. und 50 km gestartet waren.

Drei Ruderer, total groggy, aber irgendwie auch stolz es doch geschafft zu haben, diese erweiterte Hausstrecke. Insgesamt eine tolle Erfahrung und sicher nicht zum letzten Mal absolviert, nächstes Mal aber mit weniger Sorge um das Tageslicht und einer längeren Pause in Mondorf.

Die Bezwingung des Dümmer Sees

Nach einer Absage im letzten Jahr auf Grund von Verkrautung  fand die Dümmer-Meilen-Regatta dieses Jahr zum 18. Mal statt. Trotz angekündigtem Regen, mäßigen Temperaturen und ordentlich Wind wagten sich einige Boote auf das nun zwar krautfreie, dafür aber vom Wind getriebene Wasser des Dümmer Sees bei Lembruch in Niedersachsen.

Auch der KCfW war wieder mit von der Partie, jedoch nicht wie gewohnt mit einem vollen Aufgebot aus mehreren 4x+ im Kampf u.a. um den Pokal mit den meisten Vereinskilometern, sondern diesmal mit nur einem 2x+, besetzt mit drei U30-Ruderern des KCfW: Leon Lauer, Tiemo Pokraka und Maximilian Kroh. Mit unserer ersten komplett selbst organisierten Teilnahme an einer Regatta traten wir mit dem erklärten Ziel an, den vor zwei Jahren von unseren Vereinskameraden Michael Ehrle, Stefan Verhoeven und Markus Müller gewonnenen Wanderpokal für den 2x+ mit den meisten Dümmer Meilen durch einen 3. Sieg endgültig in unser Bootshaus zu bringen.

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